Konzertprogramm

 
Projektdokumentation vom 11. November 2017

Konzerttitel: „Trost & Traurigkeit"

 

Felix Mendelssohn-Bartholdy
(1809 - 1847)

 

Arwel Hughes
(1909 - 1988)

 

Antonio Caldara
(1670 - 1736)

 

 

"Wer nur den lieben Gott lässt walten" (Chorkantate)
für Soli, Chor und Orchester
†

Fantasia in a
für Orchester

 

Missa dolorosa in e
für Soli, Chor und Orchester

15 min

 

12 min

 

 

40 min

 

Aufführungen Sa. 11.November 2017, 20.00 Uhr
Stadtkirche Aarau
 

 

Mitwirkende

Gunta Smirinova, Sopran
Stefan Wieland, Altus
Richard Resch, Tenor
Stefan Vock, Bass

Huttwiler Kammerorchester

Aarau Kammerchor Aarau

 

 

Leitung Bruno Steffen

 

 

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Trost und Traurigkeit

Nach den beiden hervorragenden Aufführungen des Messiah'zusammen mit dem Chor der Neuen Kantonsschule und dem Capriccio Barockorchester, konzertiert der Kammerchor im November 2017 wieder in seiner Stammformation. 

Unter dem Leitgedanken "Trost und Traurigkeit" erwartet Sie inhaltlich ein durchkomponiertes Programm mit selten gespielter Chor- und Instrumentalmusik.

Hätte 1829 nicht ein zwanzigjähriger hochbegabter Musiker Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion wiederaufgeführt, die Musik des Barocks, speziell die des Thomaskantors, hätte kaum die ihr zustehende Wertschätzung erhalten. Die Rede ist von Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen Choralkantate "Wer nur den lieben Gott lässt walten" unser Herbstkonzert eröffnet. Sie entstand im selben Jahr der Wiederaufführung der Matthäuspassion und zeigt unmissverständlich die Auseinandersetzung mit Bach. In romantischer Klangsprache, aber ganz im barocken Geist, schlägt Mendelssohns Kantate die Brücke zur folgenden Missa dolorosa: Denn welcher seine Zuversicht, auf Gott setzt, den verlässt er nicht.

Zwischen Mendelssohns Frühwerk und Caldaras Messvertonung spielt das Huttwiler Kammerorchester Arwel Hughes Fantasia in a-Moll. Dem Titel entsprechend, erwartet man ein freies Werk. Hughes verwendete jedoch als kompositorische Keimzelle den Beginn des Chorals "Christ ist erstanden" für das 1936 uraufgeführte Werk. Damit bekommt das vermeintlich freie Werk fast programmatischen Charakter. In unserem Konzert steht es im Spannungsfeld zwischen Trost und Traurigkeit.

Das eigentliche Hauptwerk des Konzerts ist die 1735 entstandene Missa dolorosa von Antonio Caldara. Heute eher im Schatten anderer Komponisten gehörte der gebürtige Venezianer in der Barockzeit zu den erfolgreichsten Komponisten. Er hinterliess ein umfangreiches Oeuvre, welches bis heute leider nur wenig editiert wurde. Der Titel Missa dolorosa nimmt einerseits Bezug auf die von Caldara gewählte Tonart e-Moll: Johann Mattheson beschrieb sie als "...betrübt und traurig zu machen pfleget, doch so, daß man sich noch dabey zu trösten hoffet". Andererseits zitiert Caldara schon in den ersten Takten des Kyrie den Anfang des Chorals "Aus tiefer Not schrei ich zu dir".

Der Kammerchor freut sich auf die Aufführung dieser wunderschönen, aber selten aufgeführten Musik und dankt Ihnen im Voraus für Ihre grosszügige Unterstützung.

Bruno Steffen, Musikalische Leitung

 

 

Komponisten und Werke

 

Antonio Caldara (1670 - 1736)

Missa dolorosa

Antonio Caldara war der Sohn eines Geigers. Seine musikalische Ausbildung erhielt er als Chorsänger der Markuskirche in Venedig, deren Kapelle er bis 1699 angehörte. Danach führte sein Weg nach Mantua, Rom (mehrmals), Barcelona, Mailand und schliesslich nach Wien. Dort avancierte er (1712) neben Hofkapellmeister Johann Joseph Fux, zum Vice-Kapellmeister. Seine Werke, obwohl fast alle ungedruckt, fanden weite Verbreitung. Caldara hat im Bereiche der Chormusik fast 1500 Werke hinterlassen!

Bach hat Caldaras Magnificat in C-Dur kopiert und einen Satz daraus bearbeitet, Mozart hat einige seiner zahlreichen Kanons kopiert: Antonio Caldara (1670 - 1736) galt den Zeitgenossen und Nachgeborenen als Meister des Kontrapunkts und des stile antico.

Seltsam, dass Caldaras reiches Werk so wenig bekannt ist, dass von seinen zahlreichen Opern, Serenaden bzw. dramatischen Kantaten (ca. 75), Oratorien (ca. 30), den Messen (ebenfalls etwa 30) und vielen anderen Kirchenstücken, den weltlichen Gesangswerken und der Instrumentalmusik, so wenig ediert wurde. Sicher wird es auch noch eine Weile dauern, bis eine repräsentative Auswahl seiner Kompositionen gedruckt vorliegt und es so gestattet, sein Werk in einem grösseren Rahmen zu würdigen.

Das Wenige, das bekannt ist, zeigt Caldara aber nicht nur als hervorragenden Kontrapunktiker, es zeigt ihn ebenso als individuellen Melodiker: Ausdrucksstärke und Beschwingtheit stehen ihm ebenso zu Gebote wie Süssigkeit und Volkstümlichkeit.

Auch die im Konzert zu hörende Missa dolorosa, ein Spätwerk Caldaras aus dem Jahre 1735, zeigt diese Stilmerkmale. Im Gegensatz zum knappen, fast schon durchkomponierten Typ der Missa brevis, handelt es sich hier um eine ausgedehntere, (ca. 38 Minuten dauernde) Missa solemnis für höhere Kirchenfeste. (Allerdings fehlt eines der äusseren Merkmale der Missa solemnis: die Verwendung von Trompeten und Pauken).

[Auszug aus Harenberg Chormusikführer und Vorwort zum Klavierauszug, Carus 40.680, Thomas Kohlhase, im Juli 1980]

 

 

 

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

Felix Mendelssohn Bartholdy gilt als einer führenden Musiker der europäischen Romantik des frühen 19. Jahrhunderts.Er wurde am 3. Februar 1809 in Hamburg als Enkel des jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn geboren. Sein Vater hatte den Familiennamen Mendelssohn beim Übertritt zum Protestantismus in Mendelssohn Bartholdy geändert. Felix Mendelssohn Bartholdy trat erstmals im Alter von neun Jahren als Pianist (gemeinsam mit seiner Schwester Fanny) vor die Öffentlichkeit. Mit elf Jahren spielte er seine ersten eigenen Kompositionen. Seine meisterhafte Ouvertüre zu Shakespeares „Sommernachtstraum“ schuf er im Alter von 17 Jahren. Der berühmte „Hochzeitsmarsch” und seine anderen Musikstücke zu diesem Bühnenwerk entstanden 17 Jahre später.

Mendelssohn trat als Pianist und Dirigent in ganz Europa auf und unternahm 1829 bis1831 Reisen u. a. nach England, Schottland, Italien, die Schweiz und Frankreich. In England waren ihm Königin Victoria und Prinz Albert besonders zugetan. Von 1833 bis 1835 war er Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf, ab 1835 Kapellmeister des Gewandhausorchesters in Leipzig und ab 1841 Generalmusikdirektor von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. 1842 wirkte er bei der Gründung des Leipziger Konservatoriums mit. Infolge des Todes seiner Schwester Fanny Hensel erlitt er einen Zusammenbruch und starb einige Monate darauf am 4. November 1847 in Leipzig.

Trotz seiner zahlreichen Aktivitäten als Pianist, Dirigent und Lehrer war Mendelssohn Bartholdy ein überaus produktiver Komponist. Er schuf u.a. fünf bedeutende Sinfonien, verschiedene Orgelwerke und eine grosse Zahl Chorwerke, die zu den besten des 19. Jahrhunderts zählen. Formal stehen seine Werke der Klassik nahe, durch die kleinen lyrischen Formen zeigt sich allerdings seine Verbindung zur Romantik. Grosses, entscheidendes Verdienst kommt Mendelssohn für die Bach-Renaissance des 19. Jahrhunderts zu.

(Quelle: Harenberg, Chormusikführer, 1999)

 

Wer nur den lieben Gott lässt walten (1829)

Choralkantate für Sopransolo, Chor, Streicher und Orgel

Die vierstrophige Kantate in a-Moll ist von den 8 Choralkantaten die dritte. Sie entstand im Laufe des Jahres 1828 oder Anfang 1829. Der Kantatentext ebenso wie die Choralmelodie ist dem gleichnamigen Kirchenlied entnommen, das 1641 von Georg Neumark gedichtet und komponiert wurde. Die Kantate war lange Zeit unbekannt bzw. galt als verschollen. Erst vor wenigen Jahrzehnten wurde in der Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt eine Abschrift aus dem Nachlass des mit Mendelssohn befreundeten Sängers Franz Hauser entdeckt.

Inhaltlich lässt sich das Werk in seiner allgemeinen Thematik des Gotteslobs und des Gottvertrauens keinem bestimmten Kirchenfest oder einer liturgischen Funktion zuordnen. Die Gattung Kirchenkantate war zu Mendelssohns Zeiten ohnehin gänzlich aus dem lutherischen Gottesdienst verschwunden. Mendelssohns Aufführungspläne gingen dementsprechend in Richtung weltlicher oder halbsakraler Kontexte.

Die Kantate umfasst vier voneinander unabhängige Sätze und ist damit die erste der mendelssohnschen Choralkantaten, die über die reine Choralvertonung hinaus geht (anders als noch „Christe, du Lamm Gottes“ und „Jesu meine Freude“) und so die ausgedehntere, mehrsätzige Kantatenform Bachs aufgreift. 

(Th. C. Schmidt, 1996)

 

   

Portrait der Mitwirkenden

 

Bruno Steffen, Leitung

Bruno SteffenAufgewachsen im Kanton Luzern liess er sich zunächst zum Primarlehrer ausbilden. Danach Studium an der Musikhochschule Luzern in den Fächern Chorleitung (Hans Zihlmann), Orgel (Monika Henking) und Schulmusik. Im Sommer 2003 erhielt er einen Förderpreis der Odd Fellows Gesellschaft Luzern, welcher Ihm ein Studienaufenthalt in Groningen (NL) ermöglichte. 

Er leitete in den vergangenen Jahren den Stadtchor Zofingen, Männerchor Concordia Willisau, Kammerchor Aarau und den Chor der Neuen Kantonsschule Aarau. Als CAS (Certificate of Advanced Studies) studierte er Orchesterleitung an der Zürcher Hochschule der Künste. Im Rahmen von Konzerten und Meisterkursen dirigierte er verschiedenste Orchester (Argovia Philharmonic, Capriccio Barockorchester, Barockorchester La Visione, Westböhmisches Sinfonieorchester, Staatliches Orchester der Musik-akademie Sofia, Sinfonietta Höngg und Orchester der Neuen Kantonsschule Aarau).

Als Schulmusiker und Chorleiter arbeitet er seit 2006 an der Neuen Kantonsschule in Aarau. Im Dezember 2015 hat er die musikalische Leitung des Kammerchors Aarau übernommen

 

 

 

Gunta Smirnova, Sopran

Smirnova GuntaDie lettische Sopranistin Gunta Smirnova ist als gefragte Konzertsolistin und Barock-Opernsängerin in der Schweiz und im Ausland tätig. Sie erhielt ihre Gesangsausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste (Lina Maria Akerlund) und an der Schola Cantorum Basiliensis (Evelyn Tubb, Ulrich Messthaler). Eine Vertiefung ihrer Studien folgte in Meisterkursen und durch Privatunterricht bei Yvonne Naef, Andreas Scholl, Isolde Siebert und Jane Thorner.

Ihre Engagements als Solistin führten Gunta Smirnova in Konzertsäle wie das Koncertgebouw Amsterdam, KKL Luzern und Tonhalle Zürich, wo sie unter der Leitung von Dirigenten wie Andrea Marcon und Ton Koopman sang.Gunta Smirnova interpretierte unter anderem Bachs „Weihnachtsoratorium“ und Passionen, Mozarts „Krönungsmmesse“ und „Missa Solemnis“, Haydns „Orgelsolomesse“, Händels „Messiah“ und „Dixit Dominus“ sowie viele Programme des Frühbarocks.Auf der Opernbühne war Gunta Smirnova als Belinda in Purcells "Dido und Aeneas", Euridice, Musica und Speranza in Monteverdis "Orfeo", Penelope in Scarlattis "Penelope lacasta" und diverse Rollen in Purcells „Fairy Queen“ und „King Arthur“ zu hören. Im Frühling 2015 trat die Sängerin als Vagaus in Vivaldis "Juditha Triumphans" unter der Leitung von Andrea Marcon im Theater Basel auf.

Neben der solistischen Tätigkeit pflegt Gunta Smirnova eine intensive Zusammenarbeit mit diversen professionellen Vokalensembles.

www.guntasmirnova.com

  

 

 

Stefan Wieland, AltusWieland_Stefan

Der 1987 geborene Altus Stefan Wieland studiert zurzeit bei Prof. Peter Brechbühler an der Hochschule Luzern-Musik im Master of Arts in Solo-Performance. Nach dem Vorstudium an der HSLU-Musik begann er sein Vollzeitstudium mit dem Stimmfach Bariton. Nach dem Wechsel zum Tenorfach kam dann im Herbst 2011 die Entscheidung das Stimmfach erneut zu wechseln. Weitere sängerische Impulse erhält Stefan Wieland vom Altus Peter Kennel.

Mit Meisterkursen bei Ton Koopman, Angelika Lutz und Margreet Honig sowie Opernprojekten mit Regina Heer, Matthias Behrends und Christine Cyris sammelte er wichtige Erfahrungen. Stefan Wieland ist Preisträger der Elvira-Lüthi-Wegmann-Stiftung.

Im Januar 2017 gab er sein Debüt als „Prinz Orlofsky“ in der Operette „Die Fledermaus“ am Stadttheater Sursee. Im Sommer folgt dann der „Teseo“ in einem barocken Pasticcio mit Musik von C. Monteverdi. Ebenfalls im Sommer wird Stefan zum ersten Mal mit dem Luzerner Sinfonieorchester im Konzertsaal des KKL Luzern auftreten und Ende August gibt Stefan sein Debüt beim Lucerne Festival mit einer Messe von Charpentier.

Sein Repertoire umfasst nicht nur die barocke Oper, sondern erstreckt sich von klassischen Mozartpartien (Farnace, Ascanio, Sesto) bis hin zu zeitgenössischen Werken (Indianerlieder) und auch romantischen Liedern. 

www.stefanwieland.ch/

 

 

 

Richard Resch, Tenor

Resch Richard

In Regensburg geboren, erhielt der Tenor Richard Resch seine erste musikalische Ausbildung am humanistischen Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen, wobei er von Anfang an mit einem breiten musikalischen Repertoire in Berührung kam und mit vielen namhaften Künstlern zusammenarbeiten durfte.

Nach seinem Abitur studierte er zunächst Elementare Musikpädagogik, Klavier- und Gesangspädagogik an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg, unter anderem bei Agnes Habereder. Den pädagogischen Studien schloss sich ein Gesangsstudium bei Prof. Hans-Joachim Beyer sowie bei Edda Sevenich und Prof. Dominik Wortig am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg an.

Neben seiner sängerischen Tätigkeit belegte er noch ein Studium der Musikvermittlung und Konzertpädagogik am Leopold-Mozart-Zentrum und vertiefte anschließend seine Kenntnisse in Alter Musik und Ensemblegesang an der Hochschule für Alte Musik „Schola Cantorum Basiliensis“ der Musikakademie Basel.

 

www.richardresch.eu 

 

 

 

Stefan Vock, Bass

Stefan Vock

Nach einem Master in Experimentalphysik an der Universität Basel studierte der Bassbariton Stefan Vock Sologesang bei Prof. Kurt Widmer an der Hochschule für Musik in Basel und erlangte dort das Solistendiplom mit Auszeichnung. Weitere wertvolle Impulse erhielt er u.a. im Unterricht bei Prof. Dietrich Fischer-Dieskau. 

Die internationale Tätigkeit des Schweizer Sängers konzentriert sich besonders auf das Lied und den Bereich der Alten Musik. In diesem Zusammenhang hat er als Solist mit wegweisenden Persönlichkeiten der historischen Aufführungspraxis wie Gustav Leonhardt, Sigiswald Kuijken und Joshua Rifkin konzertiert. Zusammenarbeit mit Orchestern wie La Petite Bande (Leuven), Capriccio Basel, Kammerorchester Basel, Orquesta Barroca de Sevilla, Orchestra LaVerdi (Mailand), Café Zimmermann (Aix-en-Provence). 

Stefan Vock erhielt Förderpreise der Friedl Wald-Stiftung und des Schweizerischen Migros-Genossenschaftsbundes. Zudem ist Stefan Vock Preisträger der Basler-Orchester-Gesellschaft und gewann den 1. Preis der Elvira Lüthi-Wegmann-Stiftung. 2013 wurde Stefan Vock vom Aargauer Kuratorium mit einem Werkbeitrag für sein künstlerisches Schaffen ausgezeichnet. 

Verschiedene CD-Einspielungen und Radioaufnahmen (SRF 2, Espace 2, France Musique, UER, SWR u.a.) dokumentieren sein musikalisches Schaffen.2017 und 2018 sind mehrere Projekte in Japan zusammen mit dem Bach Collegium Japan unter der Leitung von Masaaki Suzuki geplant (Solopartien in den Bach-Kantaten BWV 140, 100, 180, in Monteverdis Marienvesper sowie die Jesus-Partie und Soloarien des Basso I in Bachs Matthäuspassion).

www.stefanvock.ch

 

 

 

Huttwiler Kammerorchester


Huttwiler KammerorchesterDas Huttwiler Kammerorchester (HKO) wurde 1986 vom Geiger Martin Kunz gegründet. Es wurde sowohl in seiner Stammformation (dreizehn Streicher und Cembalo) wie auch zunehmend in seiner erweiterten, sinfonischen Form als Begleitorchester in grossen Chorwerken bekannt. Neben wenigen ausgesuchten Amateuren besteht es überwiegend aus Berufsmusikern. 

Die in beiden Formationen angestrebte personelle Konstanz macht das Huttwiler Kammerorchester zu einem sensibel eingespielten Team mit hoher Motivation und Anpassungsfähigkeit. Seit seiner Gründung im Jahr 1986 vertrauen zahlreiche Dirigenten auf die Qualitäten des HKO, was zu Auftritten unter anderem im KKL Luzern, im Fraumünster Zürich und im Temple du Bas Neuchâtel führte. Die seit über 25 Jahren bestehende Herbstkonzert-Reihe ist aus dem Kulturleben des Oberaargaus nicht mehr wegzudenken und bietet dem treuen Stammpublikum sensibel ausgewogene Programme mit Perlen der klassischen Musik und auch immer wieder einigen Überraschungen.Der Geiger Andreas Kunz übernimmt ab Herbst 2017 die künstlerische Leitung des Orchesters. 2009 – 2016 war er bereits Stimmführer der 2. Violinen.

Andreas Kunz ist in Langenthal (BE) geboren und aufgewachsen. Er studierte moderne Violine in Basel und in Wien. Er vertiefte sich auch in historischer Aufführungspraxis und erhielt wesentliche Prägung durch die Beschäftigung mit freier Improvisation (Master of specialised music performance). 

www.huttwiler-kammerorchester.ch

 

 

 

Kammerchor Aarau

Kammerchor AarauDer Kammerchor Aarau widmet sich meist geistlichen Werken vom Barock bis zur Gegenwart. Das Repertoire reicht von Bach-Motetten, Messen der Wiener Klassik über Oratorien der Romantik bis zu Vokalkompositionen des 21. Jahrhunderts.

Ein besonderes Augenmerk gilt auch immer wieder selten gesungener und gespielter Musik. Es werden in der Regel zwei Konzerte jährlich einstudiert und aufgeführt, in Zusammenarbeit mit Solistinnen und Solisten, Orchestern und Organisten.

Mehrere Konzerte sind auch als Gemeinschaftswerke mit anderen Chören und Ensembles realisiert worden, so wie vor kurzem die Kooperationskonzerte auch mit dem Chor der Neuen Kantonsschule Aarau (G. Händel "Messiah" oder Karl Jenkins: „The Armed Man“).

www.kammerchor-aarau.ch